40 Jahre

ist es her, dass aus den damaligen Kinosälen Richard Strauß’ berühmtes Werk “Also sprach Zarathustra” ertönte. Regiemeister Stanley Kubrick wählte dieses Stück als Thema für einen seiner berühmtesten Filme: Vor 40 Jahren wurde “2001- A Space Odyssey” uraufgeführt. Wahnsinn…Dreh von 1965-68- dieser Film war seiner Zeit um Sternenalter (was für ein gelungener Gag) voraus, mit “2001″ kam der erste ernstzunehmende Science-Fiction Film auf die Leinwand- was ihn (nicht zuletzt durch die Präsens von HAL) noch beänstigender macht. Jetzt- im Jahre 2008- ist ein Supercomputer wie HAL keine reine Fiktion mehr- und auch andere Erfindungen die in “2001″ (schon damals u.A. als Zukunftsvision beschrieben) ersinnt wurde, haben es in das wirkliche 2001 geschafft: Flachbildschirme (damals durch Rückprojektion simuliert), Glas Cockpits in Raumfahrzeugen, das Bestehen von Unternehmen wie IBM oder Hilton Hotels, biometrische Identifikation (jawohl, hier zuerst), sehr weit fortgeschrittene Computer (die den Menschen beim Schach schlagen können),… Die Besiedlung des Mondes oder Computer, die so agieren wie HAL- gibt es, wie wir alle wissen, noch nicht- aber wer weiß? Als Legende geht “2001″ auch mit der angenehmen Tatsache, dass er sich nicht auf Sci-Fi und Technik begrenzt, ein: Der philosophische Hintergrund, die Theorien zum Universum und zum Sonnensystem, die radikalen Ansichten zur Evolution, die Infragestellung des menschlichen Lebens- es gibt keinen Film, der “2001″ gleicht, der so gedankenvoll gedreht wurde, in der jede Szene eine Bedeutung hat (und auch mehrfach deuten kann, vor allem beim fantastischen Ende gehen die Meinungen auseinander). Es ist ein Film, bei dem man genau hinschauen- und mitdenken- muss. Dies hier soll eine Anregung sein, sich den Film mal anzusehen- und genauer als bei anderen Filmen- hinzusehen- nicht mehr, ich werde ihn sicher nicht nach eigenem Ermessen interpretieren- einerseits, weil es zu viel, wäre (die Fachliteratur zum Film spricht Bände) zum anderen will ich an Kubrick’s Zitat erinnern:

“You’re free to speculate as you wish about the philosophical and allegorical meaning of the film—and such speculation is one indication that it has succeeded in gripping the audience at a deep level—but I don’t want to spell out a verbal road map for 2001 that every viewer will feel obligated to pursue or else fear he’s missed the point.”

I'm sorry Dave. I'm afraid I can't do that.

Eine Antwort zu “40 Jahre”

  1. Don "JUL" Corleone sagt:

    Hast du den Film zu Hause? Wenn ja wäre nett wenn du ihn mir mal borgen könntest

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